Schnee

Kurtheater

, 19:30 Uhr

Nach zwölf Jahren im deutschen Exil reist der Dichter Ka in die ostanatolische Stadt Kars, die wegen starken Schneefalls von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Er möchte eine Reportage über eine Selbstmord-Serie von kopftuchtragenden jungen Frauen schreiben, die sich in Kars abgespielt hat. Es stehen Kommunalwahlen an, bei denen sich ein Sieg des islamistischen Kandidaten abzeichnet. Auf einer Theaterbühne entzündet sich ein Streit wegen der Aufführung eines volkspädagogischen Melodrams aus der Atatürk-Ära, in dem das Ablegen der Schleier propagiert wird. Darf eine Frau gezwungen werden, das Kopftuch abzulegen? Das Geschehen eskaliert und der Dichter verheddert sich immer mehr als Vermittler in den Kampf zwischen türkischen und kurdischen Nationalisten, zwischen der Armee und islamistischen Fundamentalisten.

Eine Dramatisierung von Schnee des türkischen Literatur-Nobelpreisträgers Orhan Pamuk war bereits vor zehn Jahren im Kurtheater Baden zu sehen, damals inszeniert von der Hamburgerin Sandra Strunz. In der Türkei hat sich seitdem sehr vieles verändert. So macht es Sinn, sich die Geschichte um die radikalen Konflikte in der Türkei erneut anzuschauen, dieses Mal inszeniert von einem jungen türkischen Regisseur an einem der besten Häuser Deutschlands.

Der Regisseur Ersan Mondtag, in Neukölln als türkischer Secondo aufgewachsen, ist 30 Jahre alt und wurde letztes Jahr von Theater heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt. Bereits zwei seiner Produktionen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Sein Künstlername Mondtag ist die wörtliche Übersetzung seines türkischen Namens Aygün.

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